Projekt „Dialog Zukunft der Industrie“ startet

Mit Beginn des Jahres 2017 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das N3tzwerk mit der Durchführung des Projekts „Gesellschaftlicher Dialog zur Zukunft der Industrie“ beauftragt. Mit dem diesem Vorhaben zielt das BMWi darauf ab, die Funktionsweise regionaler Industriebündnisse besser zu verstehen und mit ergänzenden Formaten für Veranstaltungen und ihrer Vernetzung ihr Handlungsspektrum zu erweitern. In einem Konsortium mit der Prognos AG und Operation Apps GmbH wird unser N3tzwerk diese Herausforderung annehmen.

Klicken Sie hier (PDF;31KB) um mehr zu erfahren.

Internationale Industriekonferenz in Berlin.

Copyright: BMWI

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Wir leben in spannenden Zeiten: Für die freien Weltmärkte, lange ein Synonym für Wachstum und Fortschritt, müssen angesichts der politischen Ereignisse der letzten Monate neue gemeinsame Regeln für fairen und freien Handel diskutiert werden. Mit rasender Geschwindigkeit fährt gleichzeitig ein anderer Zug: Die Digitalisierung bringt der Weltwirtschaft die vierte industrielle Revolution und verändert gleichzeitig die Struktur unserer Gesellschaft. Es geht auch hier nicht mehr um das „Ob“, sondern um das „Wie“, für Deutschland und die Welt. Politik und Wirtschaft haben die Gelegenheit, auf die „Lokomotive Zukunft“ aufzuspringen und ihr Richtung zu geben. Viele Unternehmen in Deutschland und Europa, den USA, insbesondere aber auch in Asien (China) haben dies erkannt. Aber erst die nächsten Jahre werden darüber entscheiden, ob es Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gelingt, möglichst viele Passagiere an Bord zu holen, um so das ökonomische und soziale Gleichgewicht zu wahren. Die Weichen müssen heute gestellt werden, will Deutschland auch in Zukunft ein wettbewerbsfähiges, innovatives und beschäftigungsstarkes Industrieland bleiben.

Über diese Reise in die Zukunft wollen die Partner des „Bündnisses Zukunft der Industrie“ mit internationalen Gästen diskutieren. Dabei wird neben der Vorstellung der Arbeit im Bündnis vor allem die Sicht der deutschen Industrie auf neue Herausforderungen auf den Weltmärkten erörtert werden. Am Nachmittag stellen wir die drei wichtigsten regionalen Märkte für die deutsche Industrie (USA, China und Europa) in den Fokus der Diskussion.

Seien Sie am 7. Februar 2017 im Westhafen Event and Convention Center (WECC) in Berlin dabei. Der Einlass startet ab 08.30 Uhr, Beginn der Konferenz ist um 10.00 Uhr.

Weitere Informationen zum Programm und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

 

Branchendialog von GDA und IG Metall

Am 22. November fand in Dortmund der Sozialpartnerschaftliche Branchendialog der Aluminiumindustrie statt. Seit 2008 bereits steht der GDA in einem kontinuierlichen Dialog mit der IG Metall. In der Tradition dieses Dialoges führten die IG Metall und der GDA die Gemeinschaftsveranstaltung durch, in der Themen zur Industriepolitik sowie zur Aus-/Fortbildung und Qualifikation in der Aluminiumindustrie diskutiert wurden.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter dem Motto „Bündnis für Industrie – Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen“ wurde dabei auch mit Vertretern der Gewerkschaft, Betriebsräten sowie aus Politik und Industrie über den Industrie-Standort NRW diskutiert. Deutschland am Beispiel NRW“ zum Thema. Teilnehmer waren Wibke Brems, Grünen-Abgeordnete im NRW-Landtag, Karl-Uwe Bütof vom NRW-Wirtschaftsministerium, Heiko Reese, IG Metall-Vorstand, Armin Schild, Geschäftsführer vom „Bündnis Zukunft der Industrie“, Ernst Schumacher, Betriebsratsvorsitzender Hydro Aluminium und Christian Wellner, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des GDA.

Trotz unterschiedlicher Meinungen in Detailfragen waren die Diskussionsteilnehmer einig: Damit die Industrie auch in Zukunft der starke Kern der deutschen Wirtschaft bleibt, muss die Industriepolitik neu gestaltet werden. Denn Megatrends wie die demografische Entwicklung oder die Digitalisierung treiben strukturelle Wandlungsprozesse voran. Diese Neugestaltung kann nur im Dialog zwischen allen relevanten Partnern gelingen.

Um weitergehende Informationen zu erhalten können Sie hier die gemeinsame Pressemitteilungdas Veranstaltungsprogramm und die Stichpunkte zur Eröffnung von Gewerkschaftssekretär Bernd Lauenroth herunterladen.

Dieter Kempf zum neuen Präsidenten des BDI gewählt

Dieter Kempf (Bildrechte: BDI)

Dieter Kempf (Bildrechte: BDI)

Die Mitgliederversammlung des BDI hat Dieter Kempf in geheimer Abstimmung zum neuen BDI-Präsidenten gewählt. Er folgt damit Ulrich Grillo, der seit 2012 BDI-Präsident ist und dessen zweite Amtszeit Ende 2016 planmäßig endet.

Kempf führte von 2011 bis 2015 als Präsident den BDI-Mitgliedsverband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien). In dieser Zeit war er auch BDI-Vizepräsident. Von Juli 1996 bis März 2016 war er Vorstandsvorsitzender der DATEV eG in Nürnberg, eines Softwareunternehmens mit rund 7000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von etwa 880 Millionen Euro.

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten des BDI oder im Artikel des Tagesspiegel.

Regionale Industrie-Initiativen vernetzen sich

Symbolbild

Wie wichtige der gegenseitige Austausch und die Information über bereits gemachte Erfahrungen ist, zeigte das 2. Treffen der regionalen Industrie-Initiativen, zu dem das N3tzwerk Zukunft der Industrie am 3. November nach Berlin eingeladen hatte. Die 45 Vertreter der regionalen Initiativen berichteten von best-practice-Erfahrungen und Themen, die sich bei regionaler Struktur- und Wirtschaftspolitik stellen. Im Mittelpunkt stand der Bericht zweier Initiativen: einmal der Masterplan der Stadt Frankfurt und von der NRW-Initiative Zukunft durch Industrie e.V. Eröffnet wurde die Veranstaltungen durch einen Vortrag „Herausforderungen für die Industriepolitik der Zukunft“ von Dr. Georg Klose von prognos.

Der Geschäftsführer des N3tzwerk Zukunft der Industrie, Armin Schild, berichtete über die weitere Planung des N3tzwerks, das auch künftig einen wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit in der Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch der Industrie-Initiativen sieht.

Hier finden Sie die verschiedenen Präsentationen:

Politische Planung in Bündnis und Netzwerk- Präsentaion des N3tzwerk Zukunft der Industrie

Warum einen Masterplan Industrie für die Stadt Frankfurt am Main?

Herausforderungen für die Industriepolitik der Zukunft- Vortrag von Dr. Klose

„Leuchtturm Projekt“ LANGE NACHT DER INDUSTRIE RHEIN-RUHR

 

Industriepolitischer Dialog – das „Bündnis Zukunft der Industrie“ im Gespräch mit der Europäischen Kommission

Engagierte Diskussion vor interessiertem Publikum: Dr. Klaus Deutsch (BDI), Wolfgang Lemb (IG Metall), Jürgen Zurheide (Moderator) und Dr. Wolfgang Scheremet (BMWi). Copyright FKPH

Engagierte Diskussion vor interessiertem Publikum: Dr. Klaus Deutsch (BDI), Wolfgang Lemb (IG Metall), Jürgen Zurheide (Moderator) und Dr. Wolfgang Scheremet (BMWi). Copyright FKPH

Entscheidende Weichen für die Entwicklung der europäischen Industrie werden in Brüssel gestellt. Deshalb eröffnete das Bündnis Zukunft der Industrie am 28.9.2016 auch in Brüssel einen industriepolitischen Dialog auf europäischer Ebene: Das „Bündnis Zukunft der Industrie“ im Gespräch mit der Europäischen Kommission.

Vor über 80 Teilnehmern eröffneten Rainer Steffens, Leiter der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der EU, als Gastgeber in den Räumen der Landesvertretung, und Armin Schild, Geschäftsführer N3tzwerk Zukunft der Industrie, einen Abend voller spannender Diskussion.

Unter Moderation des Journalisten Jürgen Zurheide diskutierten zunächst Vertreter des Bündnis „Zukunft der Industrie“ über Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit, Handelspolitik.

Dr. Klaus Günter Deutsch, Abteilungsleiter Research, Industrie- und Wirtschaftspolitik beim Bundesverband der Deutschen Industrie betonte den Grundkonsens des Bündnisses, dass wirksame Industrie- und Technologiepolitik zur Steigerung von Wachstum und Beschäftigung erforderlich sind.

Wolfgang Lemb, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, vertrat die gemeinsame Position aller Bündnispartner, dass die Europäische Kommission bei ihren Gesetzen und Richtlinien stärker die Balance zwischen umweltpolitischen Zielen, technisch machbaren Lösungen und entsprechenden Auswirkungen auf industrielle Entwicklung und beschäftigungspolitische Folgen berücksichtigen müsse.

Dr. Wolfgang Scheremet, Abteilungsleiter Industriepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hob hervor: Das Bündnis sei wertvolle „Politikberatung in Echtzeit“.

Ruth Pasermann (Kabinett von EU Kommissarin Thyssen): „Auch die europäische Kommission hat das Ziel, die Industrie in Europa zu stärken.“ Copyright FKPH

Ruth Paserman (Kabinett von EU Kommissarin Thyssen): „Auch die europäische Kommission hat das Ziel, die Industrie in Europa zu stärken.“ Copyright FKPH

Ruth Paserman, stellvertretende Leiterin des Kabinetts von EU Kommissarin Marianne Thyssen, zeigte sich in ihrer Rede beeindruckt von den Ergebnissen der Arbeitsgruppen des Bündnisses. Die politischen Handlungsempfehlungen die im Bündnis erarbeitet wurden, seien wichtige Beiträge zur Diskussion um eine wirksame europäische Industriepolitik. Das Bündnis „Zukunft der Industrie“ sei ein sehr spannendes Projekt, auch aus dem europäischen Blickwinkel.

In einem weiteren Panel diskutierten Luc Triangle (Generalsekretär industriAll Europe), Alexandre Affre (Direktor BusinessEurope Industrial Affairs Department), Kai Müller (EBR–Vorsitzender General Electric) und Alberto Baban (Präsident der SMI group und Vizepräsident Confindustria) über die Re-Industrialisierung Europas und Anforderungen aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht.

In der Schlussrunde betonte Ruth Paserman unter dem Beifall der Anwesenden, dass unter den unterschiedlichen Formaten des sozialen Dialogs das Bündnis „Zukunft der Industrie“ eine neue und aussichtsreiche Dimension darstelle, um wichtige Beiträge für die Zukunft der Industrie in Europa zu bieten.

Abschlussfoto mit den Referenten. V.l.: Armin Schild (N3tzwerk Zukunft der Industrie), Kai Müller, (EBR General Electric), Alberto Baban (Confindustria), Wolfgang Lemb (IG Metall), Ruth Pasermann (E.K.), Luc Triangle (IndustriAll), Dr. Klaus Deutsch (BDI), Jürgen Zurheide, Alexandre Affre (BusinessEurope). Copyright FKPH

Abschlussfoto mit den Referenten. V.l.: Armin Schild (N3tzwerk Zukunft der Industrie), Kai Müller, (EBR General Electric), Alberto Baban (Confindustria), Wolfgang Lemb (IG Metall), Ruth Paserman (E.K.), Luc Triangle (IndustriAll), Dr. Klaus Deutsch (BDI), Jürgen Zurheide, Alexandre Affre (BusinessEurope). Copyright FKPH